Ein neuer Bremer Tatort, ein eingespieltes Duo und eine Produktion, die die Forderungen von Pro-Quote mehr als erfüllt: An den entscheidenden Positionen sind ausschließlich Frauen beteiligt. Besonders Elisabeth Herrmann findet zum Schluss deutliche Worte für die Missstände in der Branche. Sie kontrastiert ihre Freiheit als Romanautorin mit der Realität beim Film und kritisiert Regisseure, die Drehbücher ohne Rücksprache umschreiben, scharf: „Wir sind nicht die Hiwis der Regie“. Zudem prangert sie die Unsicherheit durch sogenannte „Trittbrettverträge“ an, bei denen Zahlungen vom Drehbeginn abhängen und das wirtschaftliche Risiko allein beim Autor liegt. Ihr Fazit: Da Vertrauen oft enttäuscht wird, braucht es härtere vertragliche Regeln und mehr Schutz für das Gewerk Buch.