Was u. a ARD, ZDF und VAUNET in einer lange nicht gesehenen Eintracht vom Gesetzgeber verlangen, ist mehr als überfällig und richtig: konsequenter Schutz journalistischer Inhalte sowie der Geschäftsmodelle ihrer Anbieter und Auftraggeber vor der grenzenlosen Übergriffigkeit von Big-Tech - und der damit verbundenen Aushöhlung des Medienmarkts und der nationalen Medienvielfalt.
Diese Initiative ist aber einseitig und es bedarf dringend einer Ausweitung dieses energischen Regulierungsfurors auch auf die eigene Marktpraxis. Schutz der Vielfalt, Kontrolle über das Verfügungsrecht der eigenen Werke, Transparenz, faire Vergütung – Schlagworte aus dem Forderungskatalog der Sender und zugleich alles zentrale Forderungen, die im Fiktion-Bereich von Drehbuchautor*innen an Produzent*innen, Sender und Streamer gestellt werden. Der DDV hat seine Position schon vor einem Jahr zusammen mit Verlagen und Agenturen im Praxisleitfaden „Drehbuch und KI“ zusammengefasst und wartet weiterhin auf die Aufnahme eines konsequenten Dialogs über KI-Richtlinien mit den Sendern. Von der Seite gibt es bisher nur: Zögerlichkeit. Das Thema liegt auf der langen Bank. Verantwortungslos!
Wer einerseits schnelle und konsequente Regulierung von BÌG Tech fordert, darf nicht andererseits über zentrale Bedürfnisse der Urheber*innen hinwegsehen: Schutz und Kontrolle über das eigene Werk und die eigene künstlerische Handschrift.
Wir stehen für den Dialog bereit!