Berlin/Potsdam, 06.05.2026 Der Vorstand des Deutschen Drehbuchverbands (DDV) traf sich vom 04. bis 06. Mai 2026 in Potsdam zu seiner jährlichen Frühlingsklausur – mit positiver Ausgangslage: der DDV organisiert aktuell über 770 Mitglieder und ist eines der größten aktiven und solidarischen berufsspezifischen Netzwerke in der deutschen Filmbranche. Und bleibt auf Wachstumskurs.
Ein Kollektiv von insgesamt 13 hauptamtlichen und stellvertretenden Vorständen trägt die Verbandsaktivitäten zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Autor*innen und ihrer Sichtbarkeit. Zahlreiche Mitglieder engagieren sich in themenspezifischen Arbeitsgruppen und in der Verbandskommunikation.
Ein zentrales Thema der DDV-Agenda bleibt der Dauerbrenner Künstliche Intelligenz. Produktion, Streamer und Sender bauen trotz der Rechtsunsicherheit verstärkt KI-Infrastrukturen auf – die Autor*innen sollen dafür möglichst alle Rechte abgeben und bleiben über die angestrebte Nutzung vollkommen im Dunkeln. Vorstand Stefanie Eisenschenk sagt: „Das muss sich dringend ändern! Neben laufenden Gesprächen über den „Praxisleitfaden Drehbuch und KI“ wird der DDV seine Forderungen nach Transparenz, fairer und nachhaltiger Vergütung sowie Schutz der Kreativität deutlich verstärken und den dringend notwendigen Dialog mit der Branche ausbauen.“
Geschlechtergerechtigkeit sollte 2026 eine Selbstverständlichkeit sein. Doch aktuelle interne DDV-Zahlen deuten erneut darauf hin, dass zwischen Autorinnen und Autoren weiterhin ein Pay Gap besteht. Vorstandsmitglieder Katharina Walther und Agnes Schruf: „Das ist inakzeptabel. Mit den Zielen ‚50:50‘ und ‚Gleiches Geld für gleiche Arbeit‘ arbeitet die AG Autorinnen im DDV das Thema systematisch auf.“
Zentrale Aufgabe bleibt die Verhandlung von Gemeinsamen Vergütungsregeln (GVR) mit Sendern, Streamern und Produktionsfirmen. Dazu Vorstand Christian Lex: „Zuletzt wurden erfolgreiche Abschlüsse mit ARD, Netflix und RTL Deutschland erzielt. Weitere Verhandlungen werden mit hoher Intensität geführt.“ Der DDV strebt auch eine GVR für den Kinobereich an.
Neu im Fokus des DDV-Vorstands: die Hochschulausbildung für Drehbuchautor*innen. Vorstandsmitglied Lia Zebra: „Wir spüren einen gewissen Unmut bei unseren jüngeren Mitgliedern und sind dabei, die Situation in der Lehre umfassend zu analysieren.“
An Themen mangelt es nicht – und auch nicht an Energie.
„Wir haben einen tollen Teamspirit im Vorstand. Für uns ist es motivierend, einen Verband zu vertreten, dessen Mitglieder sich so aktiv mit ihrer Berufsrealität auseinandersetzen und untereinander vernetzen“, lautet das Fazit der Vorstände Gerrit Hermans und Johannes Betz.
Geschäftsführer Jan Herchenröder ergänzt: „Der Verband ist nach wie vor im Aufwind und in frühlingshafter Aufbruchstimmung!“
Über den DDV:
Mit über 770 Mitgliedern bildet der Verband eines der größten aktiven und solidarischen berufsspezifischen Netzwerke in der deutschen Filmbranche und vertritt als Verband die Interessen der Drehbuchautor*innen in allen Fragen der Film- und Medienpolitik, der Förderung, des Urheberrechts sowie der Verhandlung von Gemeinsamen Vergütungsregeln mit Sendern, Streamingdiensten und Produktionsfirmen. Der DDV setzt sich für mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung der Autor*innen sowie für mehr Einfluss auf die Verwirklichung der erzählerischen Visionen auch im Herstellungsprozess ein, genauso wie für den Schutz menschlicher Werkschöpfung in Zeiten von KI. Ohne Drehbuch kein Film und keine Serie. www.drehbuchverband.de
Kontakt:
Deutscher Drehbuchverband e. V.
Geschäftsführung
Jan Herchenröder
E-Mail: info@drehbuchverband.de
Tel.: 030 25 76 29 73