Pressemitteilung Deutscher Drehbuchpreis 2026
Die Goldene Lola 2026 für das beste unverfilmte Drehbuch geht an Lena Liberta für „Auf einmal drüben“
16.02.2026 | DDV
    • v.l.n.r.: Staatssekretärin Heike Raab (Landesvertretung Rheinland-Pfalz), Jan Herchenröder (DDV), Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer, die Gewinnerin Lena Liberta, Moderator, Drehbuchautor und DDV-Vorstand Christian Lex und Moderatorin, Drehbuchautorin und DDV-Vorständin Melina Natale, Drehbuchautor David Ungureit (nominiert), Drehbuchautorin Claudia Schaefer (nominiert), Drehbuchautor Markus Dietrich (nominiert). Foto: Christina Kratsch.
    • Lena Liberta, Gewinnerin des Deutschen Drehbuchpreises 2026. Foto: Christina Kratsch.

    Berlin, 13. Februar 2026. Der Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, verlieh heute Abend vor rund 800 Gästen die Goldene Lola 2026 für das beste unverfilmte Drehbuch an Lena Liberta für ihr Drehbuch zu dem Filmprojekt „Auf einmal drüben“.

    Im Rahmen des Empfangs des Deutschen Drehbuchverbands (DDV) anlässlich der Berlinale ging die hochrangige Auszeichnung an ein nach Meinung der Jury originelles, komisches und zu keinem Zeitpunkt belehrendes, anklagendes oder nostalgisches Drehbuch. Eine überzeugende Vorlage für einen generationsübergreifenden, mitreißenden Kinofilm, der zum Diskutieren einlädt.

    Zum Inhalt: November 1989, der Mauerfall bringt nicht nur Freude: Für Paula, 10 Jahre alt, eine vorbildliche Pionierin und Musterschülerin, bricht eine Welt zusammen. Sie liebt ihre Schule, das rote Halstuch und vor allem die Chorproben mit ihrem Lieblingslehrer Frank Kreutzer. Über Nacht verliert sie die Orientierung und die Erwachsenen um sie herum taumeln zwischen Euphorie, Ratlosigkeit und Rückzug. Auch ihr Lehrer verliert die Balance, denn zwischen der Freude, endlich frei zu sein und zu sich zu stehen, ereilt ihn die dunkle Vergangenheit: War er ein Informant, um sich zu retten? Schließlich hilft ihnen die gemeinsame Musik, sich in der neuen Welt neu zu positionieren.

    Kulturstaatsminister Wolfram Weimer: „Zu ihrem wunderbaren Erfolg gratuliere ich Lena Liberta herzlich. Ein klug konzipiertes Drehbuch ist das Herzstück jeder erfolgreichen Filmproduktion. Erst entlang dieses Bauplans können Regisseure, Schauspieler und alle weiteren Gewerke einem Film Leben einhauchen. Mit dem Deutschen Drehbuchpreis unterstreicht der Bund seit Jahrzehnten die fundamentale Bedeutung des Drehbuchschreibens für die Qualität des deutschen Kinofilms.“

    Die Drehbuchautor*innen, Vorstände des DDV und Moderator*innen des Abends Melina Natale und Christian Lex ergänzten: „Gerade in Zeiten, in denen die Welt von tiefen gesellschaftlichen Gräben durchzogen wird, braucht es Geschichten der Versöhnung. Lena Liberta sieht durch die Kinderaugen ihrer Protagonistin genau hin und zwingt uns, Klischees zu überdenken. Ein wunderschönes Beispiel dafür, was die Kraft von Drehbuchautor*innen in disruptiven Zeiten zu leisten vermag.“

    Der Deutsche Drehbuchpreis ist die wichtigste und höchstdotierte Auszeichnung für Drehbuchautor*innen in Deutschland und wird seit 1988 verliehen. Mit dem Preis für das beste unverfilmte Drehbuch geht eine Prämie von 10.000 Euro einher. Darüber hinaus kann die Fortentwicklung des ausgezeichneten Drehbuchs mit bis zu 20.000 Euro gefördert werden. Bereits die Nominierungen sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Ein Preisgeld von je 5.000 Euro geht deshalb an David Ungureit und Markus Dietrich, die mit Ihrem Drehbuch „Der zweite Stern von rechts“ nominiert waren, sowie an Claudia Schaefer für ihr Drehbuch „Kaschiert“.

    Die Entscheidungen über die Nominierungen und den Gewinner trifft eine unabhängige Fachjury, zu der in diesem Jahr der Drehbuchautor Jan Braren, die Regisseur:innen und Drehbuchautor*innen Brigitte Drodtloff und Edzard Onneken, die Drehbuchagentin Elke Brand sowie der Schauspieler und Autor Toks Körner gehörten.

    Zur Preisverleihung, eine gemeinsame Veranstaltung des Staatsministers für Kultur und Medien und des DDV, kamen mehr als 800 Gäste in die Landesvertretung Rheinland-Pfalz, davon die meisten Autorinnen und Autoren und Vertreterinnen und Vertreter der Branche.

    Die australische und in Berlin lebende Singer-Songwriterin Kat Frankie sorgte mit ihren Liedern für die musikalischen Höhepunkte der Preisverleihung.

    www.drehbuchverband.de

    Pressekontakt:
    Dr. Kathrin Steinbrenner und Kristian Müller, 
    SteinbrennerMüller Kommunikation,
    mail@steinbrennermueller.de, 030 47372192